Wie arbeitet der führende Anbieter für Prozess- und Labormesstechnik und warum hat praktisch jeder Mensch täglich (indirekten) Kontakt mit den Produkten von Endress+Hauser? Diesen Fragen durften am 29.04. die Schülerinnen und Schüler des Wahlfachs Informatik nachgehen. Der Messtechnikspezialist mit Standort in Maulburg öffnete ihnen die Türen und gab einen tiefen Einblick in Unternehmensstruktur, Ausbildungsberufe und vor allem die Produktion hochentwickelter Messgeräte und Sensoren. Begleitet wurde der Ausflug von denLehrkräften Nedhir Alaimi, Dominik Jenne, sowie Referendar Mathias Birkenmeier.
Nachdem die Gruppe gegen 13.00 Uhr auf dem weitläufigen Unternehmensareal angekommen war, ging es zunächst in die Eingangshalle der Firma. Dort wurden Schülerinnen, Schüler und Lehrer dann von Ausbilder Christoph Koch empfangen und zunächst in die Kantine geführt, wo ein Mittagessen auf die Gäste wartete. Im Anschluss daran führte Herr Koch die Besucher in den Ausbildungsbereich und stellte in einer kurzen Präsentation das Unternehmen, seine Geschichte und Tätigkeitsbereiche vor. Ein weiterer Ausbilder gab Einblicke in die Ausbildung der Fachinformatiker, während ein Auszubildender im Bereich Mechatronik von seiner Arbeit berichtete. Danach durfte die Gruppe ein aktuelles Projekt der Mechatronik-Auszubildenden besichtigen, die bei Endress+Hauser schon früh an projektförmiges Arbeiten herangeführt werden. Danach wurden die Besucher in drei kleinere Gruppen aufgeteilt und die eigentliche Betriebsbesichtigung begann. Diese führte einmal quer durch die Produktion von Endress+Hauser und die Komplexität des modernen Fertigungsprozesses wurde praktisch erlebbar: Die Schülerinnen und Schüler betrachteten, wie aus Metall die Bauteile für Messgeräte gefertigt, Schaltungen auf Platinen aufgebracht, fertige Systeme getestet und Fehler behoben werden und die entstandenen Apparate schließlich in die Verpackung kommen. Auch moderne Organisationsprinzipien wie Just-in-Time und Kanban wurden angesprochenund an konkreten Beispielen erklärt. Nebenbei gab es Einblicke in die technologische Anwendung physikalischer Erkenntnisse, etwa Time-of-flight oder Gammastrahlen. Gegen 16.00 Uhr war der Rundgang beendet und die Besucherinnen und Besucher der Realschule hatten einen umfassenden Einblick in das Unternehmen gewonnen. Auch die obige Frage war geklärt worden: Dadurch, dass Endress+Hauser unter anderem die Öl-, Gas-und Lebensmittelindustrien mit Sensoren versorgt, ist das Unternehmen indirekt selbst an der Produktion von Treibstoffen, Cola, Milch und Joghurt beteiligt. Dazu kommen viele weitere Produkte des täglichen Bedarfs, deren Herstellung ohne Endress+Hauser ins Stocken geriete. Für die Erinnerung an den spannenden Ausflug wird es daher – spätestens beim nächsten Gang zum Kühlschrank oder an der Tankstelle – viele Gelegenheiten geben.