Am 2. Juli besuchte die SMV der Realschule Wehr das Rathaus der Stadt. Bürgermeister Denis Schimak und Personalsachbearbeiterin Kristina Erhart empfingen die Schülervertreterinnen und Schülervertreter und gaben ihnen Einblicke in kommunale Aufgaben und Ausbildungsmöglichkeiten. Begleitet wurde die Gruppe von den Lehrkräften Nedhir Alaimi und Dominik Jenne.
Erste Station war das Büro des Bürgermeisters. Dort erläuterte Herr Schimak die Aufgaben seines Amtes und machte deutlich, wie vielfältig die Arbeit einer Gemeinde ist: Sie reicht von der Ausstellung offizieller Dokumente über die Ausstattung der Schulen bis hin zum Unterhalt der Schwimmbäder. Zugleich zeigte er auf, dass der kommunale Handlungsspielraum begrenzt ist. Viele Aufgaben sind Pflichtaufgaben, die von Land oder Bund vorgegeben werden. Frei entscheiden kann eine Kommune vor allem bei freiwilligen Leistungen – und gerade dort müssen angesichts begrenzter Mittel Prioritäten gesetzt werden. Auch der Haushalt der Stadt kam zur Sprache, ebenso wie die finanziellen Herausforderungen, mit denen derzeit nahezu alle Gemeinden konfrontiert sind.
Anschließend ging es in den Ratssaal, wo die Besucherinnen und Besucher auf den Plätzen der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte Platz nehmen durften. Dort stellte Kristina Erhart die Ausbildungsmöglichkeiten der Stadt Wehr vor. Neben klassischen Verwaltungsberufen bietet die Gemeinde auch Wege in den pflegerischen, erzieherischen und handwerklichen Bereich. Dass bei der Stadt Wehr sogar eine Ausbildung zum Schreiner möglich ist, war für viele Schülerinnen und Schüler eine überraschende Erkenntnis.
Zum Abschluss rückten die Anliegen der Schülerschaft in den Mittelpunkt. Schülersprecher Henrick Schmid überreichte Bürgermeister Schimak eine umfangreiche Unterschriftenliste, mit der sich die Schülerinnen und Schüler für die Anschaffung von Mikrowellen für die Mittagspause einsetzen. Zudem machte er erneut auf den Wunsch nach einem Wasserspender in der Aula aufmerksam – ein Anliegen, das angesichts der aktuellen Temperaturen besondere Dringlichkeit erhielt.
Nach rund zwei Stunden politischer Bildung verabschiedete sich die Gruppe aus dem Rathaus. Den gelungenen Vormittag ließ die SMV anschließend bei einem Besuch in der Eisdiele ausklingen.